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Ganz Deutschland walkt
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Ein Phänomen der letzten beiden Jahre. Immer öfter wurden Menschen, oftmals in einer kleinen Gruppe, gesehen, die Stöcke dabei hatten und zusammen irgendwo hingingen. Da das "Nordic Walking" hierzulande noch nicht besonders bekannt, dafür aber umso beliebter ist, sind solche Begebenheiten für Unwissende zunächst suspekt.
Doch keine Bange! Nordic Walking ist eine Trendsportart, die in Deutschland eine stets wachsende Fangemeinde findet. Es handelt sich bei den Beteiligten auch nicht, wie teilweise gemunkelt und gemutmaßt wurde, um eine Sekte, die mit ihrem Gangritual die Welt unterwerfen will.
Alles viel harmloser. Doch mit einem immensen Spaßfaktor versehen. Gut für die Gesundheit ist es obendrein, so lange man die Sportart nicht falsch interpretiert und sie auf dem heimischen Laufband umsetzen möchte. |
Man sollte schon nach draußen gehen. Frische Luft genießen und mit Freunden walken. Walking ist nicht gleichzusetzen mit Gehen oder Joggen. Diese beiden Formen gibt es ja schon etwas länger. Nordic Walking ist dagegen noch gar nicht alt.
1997 war es. Da wurde das Nordic Walking erstmals vorgestellt. Von Finnland, also dem Geburtsland, ausgehend fand sich die Fitness-Sportart auch in Deutschland ein.
Wer das Walking nicht kennt, der fragt sich sicherlich, wozu diese hinderlichen Stöcke beim ansonsten auf das Gehen ausgelegten Sport dienen sollen. Das ist nämlich gerade das Geheimnis dabei. Durch die Stöcke werden die Arme, so wie der gesamte Oberkörper, in das Gehen miteinbezogen und man trainiert den ganzen Körper.
Das heißt in der Konsequenz: Schnellere und effektivere Fettverbrennung (zur Diätunterstützung gut geeignet!) und gezieltere Verbesserung der Kraft- und Ausdauerfähigkeit (für ambitionierte Sportler!).
Wenn man es richtig macht, dann sollte man schnell auf die Idee kommen können, dass das Nordic Walking einer Wintersportart ähnelt. Und genau daher stammt diese, ursprünglich als Trainingsmethode gedachte Sportart. Elemente des Skilanglaufs finden sich hier sozusagen als "Trockenübung" wieder.
Ohne Stöcke geht es also nicht. Walking beinhaltet neben dem einfachen Erlernen noch viele gesundheitsrelevante Vorteile. Man kann diesen Sport ideal in der Gruppe betreiben, da es hier nicht auf Tempo ankommt und man sich durch die oft eher langsame Ausrichtung im Vergleich zum Joggen noch sehr gut unterhalten kann.
Zudem werden die empfindlichen Kniegelenke entlastet, der Oberkörper aufrecht gehalten und letztendlich Verspannungen vermieden und der Oberkörper wird merklich kräftiger. Bei anderen Laufsportarten kann es schnell passieren, dass der Brustkorb und die Arme mit den Muskelpaketen an den Beinen nicht mithalten können, was nicht selten etwas merkwürdig aussieht.
Wer die Technik nicht auf Anhieb beherrscht, der wird von ausgebildetem Fachpersonal unterrichtet. Mittlerweile gibt es sogar Vereine und viele Walking-Gemeinschaften, bei denen man sich umhören und Fragen stellen kann.
So werden wohl in den nächsten Jahren noch einige Freunde des aktiven Gehens in den Kreis der Nordic-Walker aufgenommen werden.
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